Es ist fast 1 Jahr vergangen. Jetzt möchte ich doch mal das Neuste von Benedikt und dem Rest der Familie erzählen.
Am 17.4.07 kam nun endlich Benedikt`s Bruder Vinzent auf die Welt. Er war gesund, das war das Wichtigste. Er ist unser kleines Wunder!
Am Anfang war es schon schwierig. Vinzent hatte viel Bauchweh. Aber auch das legte sich mit der Zeit. Benedikt konnte erst nichts mit ihm anfangen. Er schaute Vinzent immer an, als wolle er fragen: „Wer ist dieses kleine schreiende Bündel?“
Benedikt machte hin und wieder kleinere Fortschritte, und wir gewöhnten uns an den Alltag mit 3 Kindern.
Ende Juli wurde es noch mal stressig, wir zogen um. Das musste dringend sein, denn in einer 3-Zimmer-Wohnung war es definitiv zu eng.
Wir fanden eine schöne große 4-Zimmer-Wohnung mit 150qm. Dann, als wir uns endlich eingerichtet hatten, konnten wir den Restsommer auf der Dachterrasse genießen.
September rückte immer näher. Laura kam in die 6. Klasse und Benedikt in den Kindergarten der Lebenshilfe. Anfangs hatte ich schon gemischte Gefühle. Wie wird es laufen? Wird er sich wohl fühlen? Wird er viel weinen? Was sind noch für Kinder in der Gruppe?
Benedikt hat sich sehr gut eingewöhnt. Auch Vinzent und mir tat es gut, für ein paar Stunden allein zu sein. Und ich glaube, auch für Benedikt war es wichtig den Umgang mit anderen Kindern zu lernen. Benedikt geht in die Sonnengruppe und hat als Symbol den Elefanten. *passt wie die Faust aufs Auge* J Die Gruppe besteht aus 6 Kindern, die alle eine andere Behinderung/Einschränkung haben. Es gibt 2 Erzieherinnen, die sich den Vor - und Nachmittag teilen, eine Pflegerin und einen Zivildienstleistenden. Benedikt bekommt weiterhin 2x KG pro Woche von seinem Herrn Rudolf. Montags gibt es immer eine Fußmassage mir Aromaöl. Im Kindergarten wird sehr viel mit den Kindern gemacht. So gab es ein Laternenfest, eine Weihnachtsfeier und Fasching wurde gefeiert. Es wird gesungen, gebastelt, gemalt und gespielt. Ab März darf Benedikt ganztags in den Kindergarten. Und im September werden noch Musiktherapie und Logo/Ergo dazukommen. Das ist aber abhängig wie Benedikt auf Logo reagiert. Die Erzieherinnen kommunizieren auch über GUK (Gebärdenunterstützte Kommunikation), denn viele der Kindern können sich nicht richtig äußern. Ich hoffe inständig das sich Benedikt dann auch mal mitteilen kann. Zumindest grundlegende Dinge wie, Hunger, Durst und vor allem wenn ihm etwas weh tut.
Benedikt fühlt sich sichtlich wohl im Kindergarten. Er ist sehr viel mobiler geworden. Er läuft richtig gut in seinem Gehfrei, stellt sich überall hin und läuft auch an den Händen, wenn er Lust hat. Alles in allem ist er viel lustiger geworden.
Die Arztbesuche sind auch etwas weniger geworden. Nach wie vor gehen wir regelmäßig zu unserem KiA Dr. Rindle, der immer ein offenes Ohr für uns hat. Allerdings haben wir den Neurologen gewechselt. Wir sind sehr zufrieden mit unserer neuen Ärztin. Sie hat bei Benedikt Anfälle ausgeschlossen, was uns ungemein erleichtert hat. Dann hat Benedikt zwar immer noch dieses kleine Löchlein im Herzen, was aber laut Kardiologe völlig unauffällig ist, und frühestens in 3 Jahren wieder kontrolliert werden muss.